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Wem gehört Ihre Website wirklich? 7 Punkte, die Sie prüfen sollten, bevor Sie einen Entwickler beauftragen

Foldworth

Meist beginnt es mit einer einfachen Bitte. Sie möchten eine Telefonnummer ändern, eine Seite hinzufügen oder zu einem anderen Entwickler wechseln. Dann stellen Sie fest, dass das nicht geht. Die Domain ist auf jemand anderen registriert. Das Hosting-Konto läuft auf Ihren früheren Entwickler. Niemand findet die Zugangsdaten für den Admin-Bereich. Und die Person, die die Website gebaut hat, antwortet nicht mehr auf E-Mails.

Das passiert häufiger, als man denkt, und selten aus böser Absicht. Ein Freelancer richtet alles in seinen eigenen Konten ein, weil es schneller geht. Eine Agentur hält alles auf ihren Servern, weil sie so abrechnet. Jahre später zieht die Person weiter, und Sie zahlen für eine Website, die Sie nicht vollständig kontrollieren.

Die Lösung ist einfach, und sie lässt sich vor Projektbeginn viel leichter regeln als danach.

Die 7 Dinge, die auf Ihren Namen laufen sollten

1. Die Domain

Ihre Domain ist Ihre Adresse im Netz und das Wichtigste, was Sie besitzen sollten. Sie sollte auf Ihren Namen oder Ihr Unternehmen registriert sein, mit Ihrer E-Mail-Adresse im Konto. Läuft sie ab oder hält sie jemand anderes, können Website und E-Mail mit ihr verschwinden.

2. Das Hosting-Konto

Das Konto, auf dem Ihre Website läuft, sollte Ihnen gehören, bezahlt mit Ihrer Karte oder auf Ihr Unternehmen abgerechnet. Ihr Entwickler kann als Teammitglied mit eigenem Zugang hinzugefügt werden. Liegt das Hosting in seinem Konto, fragen Sie, wie und wann es an Sie übertragen wird.

3. Der Code

Ist Ihre Website individuell entwickelt, sollte der Code in einem Repository liegen, das Ihnen gehört, etwa auf GitHub, mit Ihrem Entwickler als Mitwirkendem. Ohne den Code kann kein anderer Entwickler Änderungen vornehmen oder das Projekt übernehmen, ohne von vorn anzufangen.

4. Datenbank und hochgeladene Dateien

Inhalte, Bilder, Produkte und Kundendaten liegen oft in einer eigenen Datenbank oder einem Speicherdienst. Auch diese sollten in Ihrem Konto liegen, mit regelmäßigen Backups, auf die Sie zugreifen können.

5. Die Admin-Zugänge

Sie sollten ein eigenes Administratorkonto für den Admin-Bereich der Website haben, keinen geteilten Zugang und nicht nur ein „Redakteur“-Konto, während der Entwickler die Schlüssel behält. Jede Person, die an der Website arbeitet, sollte einen eigenen Zugang haben, damit sich der Zugriff sauber entziehen lässt, wenn jemand geht.

6. Ihre geschäftliche E-Mail

Läuft Ihre E-Mail über Ihre Domain, sollte auch der E-Mail-Dienst (etwa Google Workspace oder Microsoft 365) auf Ihren Namen laufen. Wer die Kontrolle über Domain oder E-Mail-Konto verliert, kann den Zugang zu allem anderen verlieren, weil Passwort-Resets dort ankommen.

7. Statistik und Google Search Console

Ihre Besucherstatistik und Ihre Property in der Google Search Console enthalten Daten aus vielen Jahren. Stellen Sie sicher, dass Sie Inhaber sind und nicht nur ein Nutzer, den jemand anderes hinzugefügt hat.

Zugangsdaten gehören nicht in E-Mails

Eine verbreitete Abkürzung: Der Kunde schickt dem Entwickler Passwörter oder umgekehrt. Das funktioniert, ist aber riskant: Passwörter landen in Postfächern und Chat-Apps, und Sie wissen nie genau, wer noch Zugriff hat.

Der saubere Weg ist einfach. Sie legen die Konten auf Ihren Namen an und laden Ihren Entwickler als Mitglied ein. Er arbeitet mit seinem eigenen Zugang. Trennen sich Ihre Wege, entfernen Sie ihn mit einem Klick und behalten alles. Wo Schlüssel oder Passwörter tatsächlich geteilt werden müssen, ist ein gemeinsamer Passwort-Manager deutlich sicherer als E-Mail oder Messenger.

So sieht eine saubere Übergabe aus

Am Ende eines Projekts sollten Sie mehr bekommen als einen Link zu Ihrer neuen Website:

  • Alle Konten auf Ihren Namen: Domain, Hosting, Code, Datenbank, E-Mail und Statistik.
  • Ein kurzes technisches Dokument, das erklärt, wie die Website eingerichtet ist und veröffentlicht wird, damit jeder kompetente Entwickler übernehmen kann.
  • Eine Anleitung oder ein aufgezeichneter Rundgang, der zeigt, wie Sie Inhalte bearbeiten.
  • Eine Liste dessen, was für Suchmaschinen eingerichtet wurde, etwa Weiterleitungen von alten Seitenadressen, falls die Website umgezogen ist. Warum das wichtig ist, beschreiben wir in wie wir eine Content-Plattform ohne Traffic-Verlust von WordPress umgezogen haben.

Wer kümmert sich nach dem Start um die Website?

Websites brauchen mit der Zeit Updates: Sicherheitskorrekturen, neue Versionen der Werkzeuge, auf denen sie aufbauen, Backups, die wirklich funktionieren. Vereinbaren Sie das vor dem Start schriftlich. Meist gibt es drei Möglichkeiten:

  • Ein Wartungsvertrag mit Ihrem Entwickler, mit klarem Monatspreis und klarer Liste der enthaltenen Leistungen.
  • Ein anderer Entwickler, was nur realistisch ist, wenn die Website auf standardisierten, gut dokumentierten Werkzeugen aufbaut und Ihnen alle Konten gehören.
  • Kein Vertrag, Sie zahlen nur, wenn etwas repariert werden muss. Das kann bei einfachen Websites funktionieren, aber Sie sollten wissen, worauf Sie sich einlassen.

Egal, wofür Sie sich entscheiden: Erst das Eigentum an den Konten hält Ihnen alle drei Wege offen. Wenn Sie zwischen Plattformen abwägen, zeigt unser Vergleich von WordPress und individuellen Websites, wie die Wartung jeweils aussieht.

Fragen, bevor Sie einen Entwickler beauftragen

  • Wird die Domain auf meinen Namen registriert?
  • In wessen Konto liegt das Hosting, und wer bezahlt es?
  • Wo liegt der Code, und gehört mir dieses Repository?
  • Bekomme ich einen eigenen Administratorzugang?
  • Was bekomme ich bei der Übergabe?
  • Wer kümmert sich nach dem Start um Updates, und was kostet das?
  • Was passiert mit meiner Website und meinen Daten, wenn wir nicht mehr zusammenarbeiten?

Ein guter Entwickler beantwortet diese Fragen ohne Zögern. Sind die Antworten vage, nehmen Sie das ernst. Und wenn der Preis ungewöhnlich niedrig wirkt, prüfen Sie, ob das Eigentum Teil der Vereinbarung ist. Was in einen fairen Preis gehört, erklären wir in wofür Sie heute bei einer Website eigentlich bezahlen.

Sie stecken schon fest?

Wenn Sie das lesen, weil Sie den Zugang zu einem Teil Ihrer Website bereits verloren haben: keine Panik. Domains, Hosting und Konten lassen sich meist zurückholen oder übertragen, besonders wenn Ihr Unternehmen sie bezahlt hat. Suchen Sie zuerst Rechnungen und die E-Mail-Adressen heraus, mit denen alles registriert wurde, und wenden Sie sich dann direkt an den Domain-Registrar und den Hosting-Anbieter.

Bei Foldworth wird jedes Kundenprojekt vom ersten Tag an in den Konten des Kunden eingerichtet, und wir werden als Mitglieder hinzugefügt. Wenn Sie eine zweite Meinung zu Ihrer aktuellen Einrichtung möchten oder eine Website von einem Entwickler wegholen müssen, der nicht mehr erreichbar ist, schreiben Sie uns. Wir beginnen mit einer kostenlosen technischen Prüfung und sagen Ihnen klar, was Ihnen gehört, was nicht und was als Nächstes zu tun ist. Sie können sich auch ansehen, was wir bauen.